Annie Laine

Verlagsautorin, Bloggerin und Verlagswesenstudentin

Annie Laine ist nicht nur Autorin und Bloggerin, sondern auch Studentin in den Fächern Buchhandel und Verlagswirtschaft. Sie kann somit auf ein weites Wissensgebiet zurückgreifen. Sie wagt u.a. eine Prognose in die Zukunft über die Entwickung der Branche, spricht über den Einsatz von Pinterest, Bloggerchallenges und weitere Online-Marketing-Themen.

Steckbrief

Die Webauftritte von Annie Laine
Interview mit Anni Laine

Namen: Annie Laine               Autorin seit: 2017

Jahrgang: 1985

Genre:

Liebesromane, Young Adult und Romantasy

Social Media Profile

        

Interview zum Thema Onlinemarketing für Autoren

zwischen Helen Schmidt und Annie Laine

Interview

Helen:
Du bist Verlagsautorin und hast schon einige Veröffentlichungen hinter dir 🙂
Hast du gleich einen Verlagsvertrag bekommen oder hast du als Selfpublisherin angefangen?

Annie:
Ich habe nicht im Selfpublishing angefangen, würde aber auch nicht sagen, dass ich direkt einen Vertragsvertrag bekommen habe. Bei mir ging alles über den Schreibwettbewerb von Tolino Media und Carlsen Impress los. Obwohl ich da nicht gewonnen oder es auch nur auf die Shortlist geschafft habe, hat dem Verlag die Idee so gut gefallen, dass sie mir eine zweite Chance gegeben haben. Nachdem ich die Rohfassung des Skripts überarbeitet eingereicht hatte, habe ich dafür dann den Vertrag bekommen.

Helen:
Du studierst Buchhandel und Verlagswirtschaft. Was denkst du? Wie muss sich die Verlagswelt im Wandel der Digitalisierung verändern?

Annie:
Ich denke – auch wenn ich mich damit sicherlich unbeliebt mache – dass gewöhnliche Taschenbücher bald aus Verlagsprogrammen verschwinden werden. Nicht, weil E-Books die Überhand gewinnen, sondern weil Taschenbücher (z.B. Krimis und Unterhaltungsromane, die gerne auf Reisen oder im Urlaub gelesen werden) meist aus den zwei Hauptgründen gekauft werden: Sie sind günstiger als das Hardcover und sie sind leichter im Reisegepäck (Ich arbeite nebenbei in einer Bahnhofsbuchhandlung und habe das schon sehr oft von Bahnreisenden gehört).
E-Books liegen im Preisdurchschnitt aber noch darunter und da man sie auch gemütlich auf einer Handy-App lesen kann (wenn man keinen Reader oder Tablet besitzt), nehmen sie auch weniger Platz weg.
Hardcover, so glaube ich, werden bestehen bleiben. Schöne, hochwertige gebundene Bücher stellt sich jeder bibliophile Mensch gerne ins Regal, egal, wie es mit der Digitalisierung aussieht.
In Sachen Marketing ist bereits der erste Schritt getan. Viele Verlage besitzen Auftritte auf den verschiedenen Social Media-Kanälen, führen zum Teil Blogs und starten reichweitenstarke Kampagnen online. Ich denke, dass das Online-Marketing in den nächsten Jahren noch stärker ausgebaut wird und im Gegenzug dazu Offline-Marketing etwas zurückgehen wird.

Helen:
Du bist auch Bloggerin. Worin liegt der Mehrwert von Buch-Challenges?

Annie:
Das kommt immer auf die Challenge an. Es gibt zum Beispiel Lesechallenges, die direkt von Verlagen organisiert werden und bei denen es Punkte pro rezensiertem Buch des Verlags gibt. Der Mehrwert ist hier, dass die Blogger (und meistens sind auch Leser ohne Blog zugelassen, sofern sie Rezensionen verfassen) Bücher des Verlags lesen und rezensieren. Durch erstrebenswerte Preise wird die Challenge zu einem Wettbewerb und die Teilnehmer versuchen, sich gegenseitig zu übertrumpfen, was darin resultiert, dass insgesamt einfach mehr Bücher des Verlags gelesen, rezensiert und dadurch auch auf verschiedenen Plattformen regelmäßig beworben werden. Ein gutes Beispiel, was mir gerade einfällt, ist die Lesechallenge des Carlsen Verlags, die dieses Jahr wieder vom Verlag unterstützt und zwei reichweitenstarken Bloggerinnen geführt wird.

Dann gibt es aber noch andere Challenges, die ohne Verlag im Rücken stattfinden und bei denen beispielsweise mit gelesenen und rezensierten Büchern Aufgaben erfüllt werden müssen. (Beispiel: Lies ein Buch mit blauem Cover). Ob die für Verlage einen Mehrwert haben? Das ist tatsächlich eine sehr gute Frage.

Ich als Bloggerin nehme sehr gerne an Challenges teil, meistens sind es Challenges von meinen Lieblingsverlagen, weil ich von diesen sowieso viel lese und es immer ein kleines Erfolgserlebnis ist, wenn man am Ende des Monats sieht, wie viele Punkte man schon wieder gesammelt hat.

Helen:
Was hast du als Mitglied eines Bloggerteams für Vorteile? Hältst du es für sinnvoll wenn auch Autoren ein Bloggerteam aufbauen würden?

Annie:
Die Vorteile, die eine Mitgliedschaft im Bloggerteam mit sich bringen, hängen immer vom Bloggerteam ab. Ich bin zum Beispiel in den Bloggerteams von einigen Kleinverlagen. Meist sind diese in Facebook-Gruppen organsiert, mal als Gruppe für alle, die mit dem Verlag zu tun haben (also auch mit Autoren), mal sind wirklich nur die Blogger dort organisiert. Der größte Vorteil ist sicherlich, dass man Infos aus erster Hand bekommt und einen festen Ansprechpartner bei Fragen hat. Wie viel eher man Informationen bekommt, bevor diese an die Öffentlichkeit gehen, hängt vom Verlag ab. Außerdem kann man als Blogger eines Verlags immer mit Rezensionsexemplaren rechnen, wenn man sie braucht. Ob die als Print-Exemplar oder digital verschickt werden, hängt hier auch wieder vom Verlag ab.

Sollten Autoren Bloggerteams aufbauen? Da ich erstens selbst für einige Autoren blogge und zweitens selbst ein Bloggerteam um mich herum versammelt habe, würde ich hier klar mit Ja antworten. Vor allem in Sachen Aktionsplanung zu neuen Veröffentlichungen oder anstehenden Events ist es sehr praktisch, wenn man bereits ein Team an Bloggern hat, das man fragen kann. Aktuell umfasst mein Team ungefähr 25 Blogger, aber ich habe vor, das Team nach der Leipziger Buchmesse etwas zu vergrößern.

Helen:
Du studierst, bist Autorin und Bloggerin, wie schaffst du es deinen Tagesablauf zu organisieren? Hast du einen Zeitmanagementtipp? Deine Bücher wollen ja auch noch beworben werden.

Annie:
Zeitmanagement und ich? Wir sind, das gebe ich offen und ehrlich zu, keine guten Freunde. Ich versuche einfach, irgendwie alles unter einen Hut zu bekommen. Meistens arbeite ich morgens und schreibe abends. Als Arbeit zählt dann im Grunde alles, was nicht mit meinen Skripten zu tun hat. Unter anderem auch Rezensionsexemplare lesen, Rezensionen schreiben, sonstige Blogarbeit und Releaseplanung. Gerade für die nächste Veröffentlichung steht noch eine große Aktion an, die sehr aufwändig ist. Aktuell arbeite ich auch an meiner Bachelorarbeit – während ich diese Fragen beantworte, sitze ich wortwörtlich inmitten meiner Unterlagen – und ab und an kommt es auch vor, dass ich kurzfristig in meinem Nebenjob einspringen muss – die Miete muss schließlich auch bezahlt werden.

Aber damit hätten wir immer noch keinen Tipp. Ich würde sagen: Teilt euch vorher ein, wie lange ihr euch für etwas Zeit nehmen wollt, überlegt, was wirklich wichtig ist und was vielleicht nicht ganz so dringend erledigt werden muss, und wenn die Arbeit, also das, worauf ihr eigentlich keine Lust hattet, erledigt ist, belohnt euch mit etwas, was euch Spaß macht.

Helen:
Hältst du die Twitter als Werbeplattform für Autoren sinnvoll? Wie oft sollte man twittern?

Annie:
Ich bin auf Twitter angemeldet und habe auch rund 450 Follower, aber ich muss zugeben, dass ich nicht sonderlich aktiv bin. Von meinem WordPress-Blog werden meine Beiträge dort geteilt, aber das ist auch schon alles. Daher kann ich nicht genau sagen, wie oft man twittern sollte.

Helen:
Bei Instagram wissen viele Autoren nicht so recht, welche Inhalte sie posten sollen, hast du einen Tipp?

Annie:
Das ist schwierig. Als Autor gibt es tatsächlich nicht einmal annähernd so viel zu posten wie als Blogger in der Bookstagram-Szene. Und selbst wenn man den neuen Schreibfortschritt zu verkünden hat, gibt ein abfotografierter Computerbildschirm auch nicht das Motiv her, das man unbedingt posten sollte. Solche Sachen, die sich nicht für Bilder eigenen, poste ich gerne in die Instagram-Story. Da sehen meine Follower trotzdem, was ich gerade mache und in 24 Stunden ist alles wieder Schnee von gestern und weg. Als Bilder poste ich – weil sich das in letzter Zeit angeboten hat – neue Cover, Bilder von Buchmessen, Bilder mit dem eigenen Buch (z. B. wenn ein Belegexemplar bei einem eintrudelt) und ab und an kann man auch mal ein schönes Buchfoto von einem anderen Account reposten – da aber erst sichergehen, dass es für den Urheber in Ordnung ist. Da Autoren meistens auch Leser sind, kann man durchaus auch Bücher posten, die man gerade liest – vielleicht ja von einem lieben Kollegen.

Das wären jetzt meine Impulse zu dem Thema.

Helen:
Du bist als Autorin bei Pinterest aktiv, wie sollte man hier seinen Autorenauftritt erstellen und worin siehst du bei Pinterest einen Mehrwert?

Annie:
Also viele Gedanken habe ich mir von vorneherein nicht über Pinterest gemacht. Ich nutze die Plattform schon seit Jahren und habe vor Kurzem erst alles auf mein neues Autoren-Ich umgemünzt. Ganz wichtig: Impressum nicht vergessen!

Ich habe auf Pinterest gefühlt eine Milliarde geheimer Pinnwände und wirklich nur die öffentlich, die zu meinen veröffentlichten Büchern gehören bzw. zu den Büchern gehören, die in nächster Zeit erscheinen.

Der Mehrwert besteht für mich als Autorin darin, dass ich mich von den Bildern und Sprüchen inspirieren lassen kann – tatsächlich habe ich ein ganzes Buch aufgrund von einem Writing Prompt, den ich auf Pinterest gefunden habe, geplottet – und immer genau vor Augen habe, wie in meine Charaktere in der Anfangsphase des Projekts beschrieben habe. Mir hilft diese visuelle Unterstützung ungemein. Und ich hoffe, dass es meinen Lesern, die durch meine Pinnwände stöbern, genauso ergeht. Dass sie die Bilder neugierig machen und schlussendlich dazu bringen, das Buch auch zu lesen.

Helen:
Welchen Social Media Kanal hältst du für den Aufbau einer Lesercommunity am sinnvollsten?

Annie:

Vor einer Weile hätte ich hier noch ohne Zweifel gesagt, dass ich Facebook am sinnvollsten finde, aber seitdem der Algorithmus dafür sorgt, dass niemand mehr die Beiträge von Seiten sieht, bin ich mir da nicht mehr so sicher. Klar, vor allem in Bücher-Fangruppen und speziellen Autoren-Werbegruppen kann man Aufmerksamkeit für seine Bücher generieren, also eignet sich Facebook gut zum Aufbau der Community. So war es auch bei mir, aber mittlerweile erwische ich mich immer mehr dabei, wie ich Facebook vernachlässige – sieht ja sowieso niemand meine Beiträge. Um meine Leser auf dem Laufenden zu halten, nutze ich inzwischen – wie bereits erwähnt – die Instagram-Story-Funktion. Nur bei großen, wichtigen Verkündungen denke ich zuerst an Facebook. Daher glaube ich, dass eine Kombination aus beiden Kanälen für mich am besten funktioniert. Noch. Aber wer weiß, wie oft der Algorithmus noch geändert wird und ob wir bald Unsummen bezahlen müssen, wenn wir weiterhin gesehen werden wollen?

Helen:
Wie empfindest du die Onlinekommunikation mit deinen Lesern?

Annie:
Als sehr angenehm. Das Besondere bei mir ist wohl, dass viele meiner Leser auch bloggen und ich sie durch meinen Blog auch schon sehr lange kenne. Aber auch Leser, die ich nicht kenne, reagieren gerne auf meine Beiträge, hinterlassen Kommentare oder schreiben mir Nachrichten. Ich freue mich immer riesig darüber, wenn ich höre, wie gut jemandem meine Bücher gefallen. So macht das Autorendasein definitiv Spaß!

Helen:
Was hältst du von einem Newsletter für Leser?

Annie:
Ich werde gerade ein richtiger Fan von Lesernewslettern. Da man auf Facebook kaum noch Menschen erreicht - um wieder auf die schwindende Reichweite anzuspielen – kann ich als Lesern so zumindest sicher sein, dass ich die Neuigkeiten meiner Lieblingsautoren mitbekomme. Aus genau dem Grund habe ich selbst einen Newsletter für meine Leser eingeführt.

Helen:
Welche Inhalte kann man seinen Lesern, neben Leseproben, noch anbieten?

Annie:
Das erste, was mir hier einfällt, wären Playlists mit Songs, die man beim Schreiben gehört hat oder die bestimmte Situationen musikalisch untermalen. Außerdem gibt es da natürlich die Pinnwände auf Pinterest mit Inspirationen und visuellen Eindrücken zu dem Buch. Als Leserin mag ich es sehr gerne, wenn Autoren Funfacts posten, also lustige Fakten zu ihren Büchern, die man vielleicht so noch nicht gehört hat. Als Autorin muss ich das unbedingt auch noch machen. Bonusszenen werden auch sehr gut angenommen, allerdings habe ich dazu noch nicht die Zeit gefunden. Es gibt sicherlich eine ganze Menge, was man tun kann – immer abhängig von dem Buch, um das es geht. Im Grunde ist alles erlaubt und je kreativer, desto besser.

Was ich gerade ausprobiere, ist die Plattform Sweek. Ich habe dort bereits den Anfang von meinem neuen Young Adult-Skript hochgeladen und möchte meine Leser am Schreibprozess teilhaben lassen und sie einbeziehen. Ob das funktioniert, steht an diesem Punkt allerdings noch aus.

Helen:
Selbst Band eins deiner Cinderella-Reihe ist unter den Top 20 bei Amazon. Hast du eine Veröffentlichungsstrategie, die sich bewährt hat?

Annie:
Schön wäre es. Ich kann selbst nicht mal so genau sagen, wieso beide Bände der »Love like a Fairytale«-Reihe so gut ankommen. Ich schätze, ich habe damit eine Marktlücke gefüllt. Ob mir das auch mit meinem nächsten Buch »Highschool Princess. Verlobt wider Willen« (VÖ: 1 März 2018 bei Carlsen Impress) wieder gelingt, kann ich noch nicht sagen, aber ich hoffe es. Eine Strategie habe ich dafür aber tatsächlich.
Sie besteht aus einer großen Aktion, die ich mit meinen Bloggern ausgetüftelt habe, einer Blogtour und einer Leserunde, organisiert von einer Agentur (schließlich habe ich mit der Aktion schon genug zu tun). Mir ist zwar bewusst, dass Blogtouren mittlerweile so oft stattfinden, dass es für die meisten Leser schon wieder zu ausgelutscht sein könnte, aber in Kombination mit der Bloggeraktion erhoffe ich mir, dass die meisten Leser trotzdem Lust haben, sich durch die Beiträge zu klicken. Für keine meiner bisherigen Veröffentlichungen habe ich solche Geschütze aufgezogen, aber wenn es funktioniert, könnte ich mir vorstellen, weitere große Social Media-Aktionen für die nächsten Bücher aufzuziehen.

Helen:
Welchen Marketingkanal hältst du für dein Genre am sinnvollsten?

Annie:
Leider immer noch Facebook. Tatsächlich werden wichtige Info-Posts aber auch gut gesehen, das ist nicht zu leugnen. Ansonsten verlasse ich mich nun immer mehr auf Instagram. Liebesromane und Young Adult (und ab und an auch Romantasy) können ja oftmals mit hübschen, farbenfrohen Covern auftrumpfen, die einem auf Instagram dann einiges an Likes bringen. Und wenn das Buch nur immer wieder auftaucht, dann wird man als Leser neugierig – so geht es mir auf jeden Fall!

Helen:
Wieviel Zeit investierst du in dein Onlinemarketing?

Annie:
Dank meiner Bachelorarbeit, die auch in dem Bereich angesiedelt ist: Zu viel.

Aber Spaß beiseite: So intensive Werbung betreibe ich für meine Bücher gar nicht. Ich habe dann immer das Gefühl, ich wäre zu aufdringlich. Wenn jemand auf irgendeiner Plattform nach Empfehlungen sucht und eins meiner Bücher passt, dann schreibe ich das dazu. Wenn ein neues Buch erscheint, verkünde ich das überall lauthals, aber alle zwei Tage auf Facebook und Instagram posten, wo man mein Buch kaufen kann? Nein, das mache ich nicht.

Wenn ich schätze, komme ich aktuell auf gut sieben Stunden die Woche. Wir planen schließlich eine große Aktion, aber mittlerweile ist der Großteil erledigt, damit es Ende der Woche losgehen kann. Dann wird wieder mehr werden, aber das kommt bei mir auch immer darauf an, ob jetzt gerade ein neues Buch erschienen ist, ob eins erscheint oder ob gerade eine Flaute in dieser Hinsicht ist.

Helen:
Was meinst du, wie aktiv muss ein Autor im Internet sein um erfolgreich sein zu können?

Annie:
Man muss auf jeden Fall aktiv sein. Vor allem in meinen Genres (Jugendliteratur), denn die Zielgruppe ist zum größten Teil auch online. Interaktion ist das Stichwort. Wie will man mit der Zielgruppe interagieren und ihnen das Gefühl geben, wichtig zu sein (Schließlich sind Leser das Wichtigste, was ein Autor hat), wenn man nicht dort ist, wo die Zielgruppe ist? Ich bin selbst ein Digital Native, also jemand, der mit dem Internet aufgewachsen ist, und ich bin quasi den ganzen Tag online, falls mich jemand anschreibt. Facebook und Instagram liegen immer auf meinem Handy neben mir. So aktiv muss man aber nicht sein. Aber täglich einmal reingucken, um zu schauen, was gerade los ist, würde ich doch empfehlen.

Helen:
Wie waren deine Erfahrungen mit Buchcommunities wie z.B. Lovelybooks? Warst du noch in anderen Communities aktiv?

Ich arbeite als Bloggerin schon sehr lange mit Lovelybooks und Goodreads, dem amerikanischen Äquivalent von Lovelybooks. Als Autorin bin ich zwar auch auf beiden Plattformen vertreten, aber wirklich viel damit gearbeitet, habe ich noch nicht. Auf Goodreads habe ich meine Bücher gelistet – der Vollständigkeit wegen – und auf Lovelybooks habe ich sie aus den gleichen Gründen listen lassen (das kann man auf der Seite nicht manuell). Tatsächlich läuft gerade auf Lovelybooks die Bewerbungsphase für meine Leserunde zu »Highschool Princess. Verlobt wider Willen«, das wird dann das erste Mal, dass ich richtig mit der Plattform arbeite, obwohl die Leserunde von einer Agentur organisiert wird. Dann kann ich auch von Erfahrungen sprechen. Bisher noch nicht.

Helen:
Hast du einen Online Marketingtipp für andere Autoren?

Annie:
Übertreibt es nicht! Marketing ist schön und gut, um Aufmerksamkeit zu generieren, aber ihr solltet es nicht übertreiben, so dass ihr den potentiellen Lesern auf die Nerven fallt. Macht sie neugierig, aber bedrängt sie nicht. Das ist mein Tipp für andere Autoren.

Vielen Dank für das Interview.

Veröffentlichung von Annie Laine